Israelisch-Deutsches Festival, nun also doch – eine Berliner Tradition

Rüdiger Kruse: „Warum auch nicht? Zum dritten Mal präsentiert Ohad Ben Ari und sein Team dieses Festival von und mit israelischen Künstlern, die Berlin und Deutschland zu ihrer neuen Heimat und Wirkungsstätte gemacht haben.

So vielfältig wie Berlin ist auch die Szene der hier lebenden und arbeitenden Künstler aus der ganzen Welt. Dieses Festival vereint nun ganz speziell die israelischen Künstler aller Sparten. Instrumentalmusik, Gesang, Tanz, Malerei, Installation, Schauspiel, Gesprächsrunden, alles ist dabei. So verschieden die Kunst auch sein mag, eines haben alle Künstler gemeinsam, sie bringen die Sonne, die Wärme, das Meer und die Lebensart ihres Landes Israel in den tristen, oft viel zu grauen, Berliner Herbst. Vielleicht ist es genau das, was das Besondere des ID Festivals ausmacht. Das Bunte, die Vielfältigkeit der Künstler ist das so beeindruckende Element, das Ohad Ben Ari mit seinem Team in Berlin auf die Bühnen bringt. Ich habe mich gern dafür eingesetzt, dass aus der ersten zweijährigen Anschubförderung des Bundes eine Weiterförderung auch für das Jahr 2017 wurde. Es lohnt sich immer, Gutes zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das ID Festival ist dabei, eine fest etablierte Größe der Kultur-Szene unserer Hauptstadt und Deutschlands zu werden. Mein gutes Gefühl beim ersten Gespräch zu diesem Vorhaben mit Ohad Ben Ari vor 5 Jahren hat sich als richtig erwiesen. Jetzt freue ich mich über das dritte ID Festival, das im Oktober 2017 begann und mit einigen Veranstaltungen bis zum Januar 2018 läuft. Den Organisatoren um Ohad Ben Ari und den Künstlern wünsche ich bis dahin viel Kraft bei der Organisation und ein super ID Festival Nr. 3!“

Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen ID Festivals war ein Gastspiel des israelischen Nationaltheaters HABIMAH aus Tel Aviv. Im Berliner Gorki Theater inszenierte Israels Nationaltheater Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ auf hebräisch mit deutschen und englischen Übertiteln. In diesem Stück wird der NS-Alltag dargestellt, vom Mitläufer, über den Widerstandskämpfer bis zum fanatischen Blockwart in Nazi-Uniform, gespielt von einem israelischen Schauspieler.

„Ein sehr bewegendes Stück, das mich einmal mehr an die schwärzeste Zeit unseres Landes erinnerte“, so Rüdiger Kruse nach der Aufführung.

(Foto: Mitwirkende des HABIMAH auf Einladung von Rüdiger Kruse im Deutschen Bundestag, links Lily Teitelbaum vom Bundestagsbüro)