Maritime Wirtschaft – untrennbar mit Hamburg verbunden

Was wäre Hamburg ohne seinen Hafen und ohne die enorme Wirtschaftskraft, die von ihm ausgeht? Als Beauftragter für die maritime Wirtschaft der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag erarbeitete Rüdiger Kruse in den letzten Wochen, gemeinsam mit dem Koalitionspartner SPD, einen Antrag an die Bundesregierung zur Stärkung der maritimen Wirtschaft.  Die internationale Krise der Schiffahrtsindustrie ist noch nicht vorbei. Darum gilt es, wie schon in den letzten Jahren, weitere Maßnahmen zur Sicherung der maritimen Industriestandorte in Deutschland einzufordern. Wichtigstes Ziel ist dabei die Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen an Bord der Schiffe und in der zuliefernden Industrie, aber auch in der Hafenwirtschaft. In seiner Rede im Plenarsaal des Deutschen Bundestages am 30. März betonte Rüdiger Kruse, dass schon mit verschiedenen Maßnahmen, wie Lohnsteuereinbehalt, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessert wurde, im letzten Jahr gab es die ersten Rückflaggungen auf die deutsche Fahne. Im Antrag des Jahres 2017 gewinnen der Sektor Innovation, Umweltschutz, Forschung und Entwicklung an Bedeutung, genau das, wofür Deutschland in der Welt steht. Rüdiger Kruse: „Natürlich ist es ein wirtschaftlicher Vorteil, wenn wir die saubersten Schiffsantriebe bauen und wenn wir Beiträge leisten, mit denen man auch den Klimaschutz nach vorne bringen kann.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema illegale Fischerei. Dazu Rüdiger Kruse: „Klar, wir machen uns nicht all die Mühe, mit Fangquoten diesen Eiweißvorrat für die Zukunft zu erhalten, damit andere Leute die Bestände piratenmäßig plündern und vernichten und die Ziele, die wir haben, torpedieren. Es ist auch ein soziales Thema: Wenn man die Küsten Afrikas illegal leerfischt, haben die Menschen, die eigentlich vom Fischfang leben, ein Problem.“ Und weiter: „Wir wollen die Kontrollen verbessern. Dazu haben wir einen Beschluss gefasst und diesen im Haushalt mit finanziellen Mitteln unterlegt. Wir haben Stellen geschaffen, damit der angelandete Fisch zukünftig auch entsprechend der Zertifizierung kontrolliert und gegebenenfalls zurückgewiesen wird.“ Einen weiteren Akzent setzen die Parlamentarier zum Plastikmüll in den Weltmeeren. Rüdiger Kruse: „Es geht dabei um ein Problem, das viele umtreibt und das auch im Bewusstsein der Bürger einen immer höheren Stellenwert bekommt, nämlich den Plastikmüll, einmal den, den wir sehen können, weil wir mittendrin schwimmen, und zum anderen das Mikroplastik, das wir im Zweifelsfall nicht sehen, das aber irgendwann in der Nahrungskette auf unserem Teller landet.“ Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags an die Bundesregierung bezieht sich auf Forschung und Entwicklung im maritimen Bereich. Diese Aufgaben aus Wirtschafts- und Verkehrspolitik, Umweltverbänden und Fachleuten aus der maritimen Wirtschaft werden künftig im Deutschen Maritimen Zentrum in Hamburg koordiniert. Rüdiger Kruse: „Es ist ein großer Erfolg, dass der Beschluss vor anderthalb Jahren im Haushalt auch mit Geld unterlegt wurde, das nötig ist, damit er in diesem Jahr zum Tragen kommt und wir das Deutsche Maritime Zentrum bekommen, um an diesen Themen gemeinschaftlich mit der Wirtschaft, aber auch mit Umweltverbänden, zu arbeiten und die deutsche maritime Wirtschaft zu stärken.“