Pressemitteilung: Bund baut Museum der Moderne in Berlin – Kulturhaushälter setzen sich durch

Für den Neubau des Museums der Moderne in Berlin stellt der Bund in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro zur Verfügung.

„Auch wenn erst ein Jahr der Legislaturperiode vorbei ist, gibt es Dinge, die jetzt geregelt werden müssen und keinen Aufschub dulden. Wir haben die Initiative übernommen, das Museum der Moderne für die Hauptstadt in die Haushaltsberatungen einzubringen. Wir freuen uns, dass die Kolleginnen und Kollegen uns dabei unterstützt haben. Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses ist nun das Bangen um die angebotene, aber keineswegs sichere großzügige Schenkung durch das Berliner Sammler-Ehepaar Pietzsch beendet. Der Haushaltsausschuss hatte bereits im Jahr 2012 10 Mio. auf dem Weg eines Nachtragshaushaltes bewilligt, um ein Zeichen zu setzen, wie willkommen diese Sammlung ist. Durch die enge Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene wurde hier nun ein Akzent mit internationaler Ausstrahlung gesetzt“, so der Hauptberichterstatter für Kultur & Medien im Haushaltsausschuss Rüdiger Kruse MdB (CDU) und der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion und Berichterstatter für Kultur & Medien Johannes Kahrs MdB (SPD).

Mit dem neuen Museumsbau kann auch der Sammlung Marx, die derzeit im Hamburger Bahnhof zum Teil zu sehen ist und der Sammlung Marzona eine sichere und auskömmliche Ausstellungsmöglichkeit geboten werden. Mit den 200 Millionen Euro sind drei vorgeschlagene Standorte möglich.

Rüdiger Kruse: „Dies ist ein echter Durchbruch in der jahrelangen Debatte um die Schenkung großartiger Kunstwerke durch das Ehepaar Pietzsch. Endlich kann die Lücke in der Museumslandschaft unserer Hauptstadt geschlossen werden.“

Johannes Kahrs: „Trotz Sparanstrengungen wollen wir im Haushaltsausschuss ein Zeichen setzen. Kultur ist auch in Zeiten angespannter Haushalte unverzichtbar, förderungswürdig und sollte deutlich gestärkt werden.“

Tim Renner, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin:
„Die Sammlungen Pietzsch, Marx und Marzona stellen eine wunderbare Ergänzung für unsere exzellente Museumslandschaft dar. Berlin ist den Haushältern des Bundes dankbar. Mit den 200 Millionen Euro für den Neubau ist der Startpunkt gesetzt, dass diese großartige Kunst nun allen Bürgern zugänglich gemacht wird.“