Tag des Waldes

Der Tag des Waldes: Ein internationaler Tag, der deutscher nicht sein könnte. Niemand ist so mit dem Wald verbunden wie wir. Seit der Legende, dass „wir“ bzw. eine frühe Form von „uns“ in den germanischen Urwäldern die Römer besiegt haben, sind wir Deutschen und der Wald eins.

Er ist Wiege von allem und Rückzugsort von allem zugleich. Und weil nur wir ein so inniges Verhältnis zu ihm haben, endete in den 80er-Jahren „Le Waldsterben“ an der deutsch-französischen Grenze. Der Wald ist der Ursprung der Nachhaltigkeit. Das beflügelt uns auch, auf diesem Gebiet voller Inbrunst zu sein. Was ja im Großen und Ganzen sehr gut ist.

Wald ist, ganz ohne Romantik, essentiell für unsere Welt und er ist gefährdet. Neben den spektakulären großflächigen Rodungen für Ackerbau und Viehzucht stirbt er meist Baum für Baum. Wo er weg ist, greift die Erosion und binnen weniger Jahre ist der fruchtbare Boden fortgespült. Nun bringt es nichts, in die betroffenen Länder zu fahren, den Menschen dort zu sagen, sie sollen gefälligst den Wald erhalten, ihnen aber keine Antwort zu geben, wovon sie ihre Kinder ernähren und zur Schule schicken sollen.

Projekte, wie der Marshallplan mit Afrika von Bundesminister Müller, sind der richtige Weg. Ein langer Weg.

Aber Ausdauer ist die Grundtugend der Nachhaltigkeit.

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