Haushaltsausschuss: Kruse setzt sich für Förderungen in Höhe von 87 Millionen und zusätzlichen Stellen für den maritimen Sektor ein.

Rüdiger Kruse: „Ich freue mich, dass wir für den maritimen Sektor auch in diesem Haushalt wieder Verbesserungen erreichen konnten. Alle diese Verbesserungen zahlen auf unser Ziel ein, Deutschland nachhaltig zu machen.”

Folgende Projekte mit entsprechenden zusätzlichen Mitteln konnten beschlossen werden:

Digitale Testfelder in Häfen, an Wasserstraßen und Bahnstrecken (30 Mio.)
In der modernen Welt geht alles schneller, wirtschaftliche Prozesse werden automatisiert und vernetzt. Auch Deutschland muss hier an der Spitze bleiben, um der wachsenden wirtschaftlichen Konkurrenz aus den Schwellenländern und China zu begegnen. Deswegen geben wir zusätzliche Mittel für Digitale Testfelder, an denen Innovationen der Logistik 4.0, des Güterumschlags und -transports entwickelt und erprobt werden.

Umweltfreundlicher Bordstrom (4,4 Mio.)
Viele Schiffe in den Häfen decken ihren Strombedarf immer noch mittels Dieselgeneratoren ab, die zwar preisgünstigen, aber eben auch emissionsreichen Strom produzieren. Deshalb erhöhen wir für das kommende Jahr die Mittel für Investitionen in umweltfreundlichen Bordstrom- bzw. in mobile Landstromanlagen. Damit können deutsche Häfen umweltfreundlichen Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.

Nachhaltige Modernisierung Küstenschiffe (1 Mio. €)
Auf den deutschen Wasserstraßen sind größtenteils jahrzehntealte Schiffe unterwegs, die wenig mit heutigen Umweltstandards zu tun haben. Um Schadstoff- und Lärmemissionen zu verringern, gibt es deshalb bereits ein Programm zur nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen. Da wir bei Küstenschiffen mit einer ähnlichen Problematik konfrontiert sind, wollen wir hier ebenfalls ein Modernisierungsprogramm anschieben und Anreize schaffen.

Dritte Fähre für den NOK (22 Mio. €)
In Brunsbüttel müssen Autofahrer regelmäßig zu Stoßzeiten lange Wartezeiten auf sich nehmen, wenn sie den Kanal überqueren wollen, da nicht genug Fähren für den Transport vorhanden sind. Das muss geändert werden, weshalb wir den Bau einer zusätzlichen 100-Tonnen-Fähre veranlassen und das notwendige Geld bereitstellen. Davon profitieren letztlich nicht nur die Brunsbütteler.

LNG als Schiffskraftstoff (30 Mio.)
Ähnlich zu den Modernisierungsprogrammen für Binnen- und Küstenschiffe haben wir ein Programm zur Aus- und Umrüstung von Seeschiffen zur Nutzung von verflüssigtem Erdgas (LNG) als Schiffskraftstoff. Damit sollen auch hier die Schiffe umweltfreundlicher sowie Treibhaus- und Luftschadstoffemissionen gesenkt werden. Da ein neuer Förderaufruf veröffentlich wurde und eine weiterhin hohe Zahl an Anträgen erwartet wird, haben wir die Mittel hier erhöht.

Über 200 neue Stellen für den Maritimen Bereich
Mehr Mittel nützen nichts ohne entsprechendes Personal mit denen die Maßnahmen umgesetzt werden können. Deshalb haben wir die Stellen im Maritimen Bereich ordentlich aufgestockt: 148 zusätzliche Stellen allein für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), unter anderem für Infrastrukturmaßnahmen an Bundeswasserstraßen, Maßnahmen am westdeutschen Kanalnetz, Instandsetzung und Erhaltung von Brücken und Schleusen sowie für Maßnahmen zum Umweltschutz und Digitalisierung. Für das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gibt es auch nochmal 81 Stellen für Offshore-Maßnahmen.